Skip to main content

Themen rund ums Haustier – Wissen, Tipps und Begleitung für ein gesundes und glückliches Tierleben, im Alltag wie auch in besonderen Situationen

Operationen

Kastration des Rüden

Mit 6-12 Monaten erreichen Rüden ihre Geschlechtsreife. Das in den Hoden gebildete Sexualhorman Testosteron ist für das typische Rüdenverhalten wie Harnmarkieren, Aufreiten, Herumstreunen, Weibchensuche und dominantes Verhalten gegenüber anderen Rüden verantwortlich. Eine Kastration reduziert diese Verhaltensweisen. Je älter der Hund bei der Kastration ist und je
ausgeprägter das charakteristische Verhalten ist, umso fraglicher wird die
vollständige Verhinderung dieser unerwünschten Eigenschaften durch die Kastration.

Weitere Vorteile der Kastration:
– Prostataerkrankungen sind beim kastrierten Rüden äusserst selten
– Das Hodentumor-Risiko wird verhindert
– Perianaltumoren wird vorgebeugt (gutartige Tumoren rund um den After)

Aber: Nicht jede Verhaltungsstörung wird durch eine Kastration verbessert – kann in gewissen Fällen auch negativ beeinflussen (z.B. schlecht sozialisierter Hund)
– Kastration kann Verhaltenstherapie unterstützen, aber nicht ersetzen.

Vorgehen und Operationszeitpunkt
Rüden werden oft kurz nach Erreichen der Pubertät (je nach Rasse mit 6
12Monaten) kastriert, aber der Eingriff kann grundsätzlich in jedem Alter
(>12Monate) erfolgen. Bei der Kastration werden Gefässe und Samenleiter
abgebunden und die Hoden entfernt. Zum Schluss wird die Wunde in mehreren Schichten vernäht und mit einer Unterhautnaht verschlossen. Es müssen keine Fäden gezogen werden, anstelle wird eine Nahtkontrolle nach 3-4 Tagen durchgeführt. Er sollte unbedingt am Lecken gehindert werden (Bitterspray, Body, T-Shirt oder notfalls Halskragen). Der Hund erhält Schmerzmittel und Antibiotika.
Bei Problemen mit der Operationswunde oder bei einem gestörten
Allgemeinbefinden wenden Sie sich bitte an uns.
Am Abend nach der Operation wird dem Hund nur wenig Futter und ausreichend Wasser angeboten. Er sollte nur auf einem kurzen Spaziergang versäubert werden.

Achtung: Kastrierte Tiere haben gerne einen gesteigerten Appetit und neigen zur Gewichtszunahme, bitte achten Sie darauf. Evtl. sollte auf ein kalorienarmes Futter gewechselt werden.

Alternativen zur Kastration:
– Hormonspritze (muss alle 3-4 Monate wiederholt werden)
– Hormonimplantat (muss alle 6 Monate wiederholt werden)

Kastration der Hündin

Mit 6-15 Monaten wird die Hündin erstmals läufig. Die Läufigkeit wiederholt sich in der Regel zweimal jährlich und dauert ca. 3 Wochen. Während der Läufigkeit hat die Hündin vergrösserte Schamlippen, blutigen Vaginalausfluss und ist für Rüden attraktiv.
Jede Läufigkeit erhöht das Risiko einer Scheinträchtigkeit (Vergrösserung des Gesäuges, Einschiessen der Milch, Nestbau), einer Gebärmutterentzündung oder –vereiterung und das Auftreten von Geschwülsten am Gesäuge (Mammatumor). Zudem sind die Hündinnen oft in ihrem Wesen
Schwankungen unterworfen. Diese Gesundheitsrisiken werden nur durch eine
Kastration reduziert oder verhindert.

Weitere Vorteile der Kastration:
– Kein Ausfluss, keine Belästigung durch Rüden
– Keine unerwünschte Trächtigkeit
– Keine Gebärmutterentzündung
– Vermindertes Risiko für Tumoren der Milchdrüse (bei Kastrationen vor der 2.
Läufigkeit)

Nachteile:
Fellveränderungen v.a. bei langem glatten Haar sind möglich (evt. wolliger), Harninkontinenz: vor allem Hunde über 25kg können einige Monate bis
Jahre nach dem Eingriff im Liegen Urin verlieren. Dies lässt sich meist durch die Gabe eines Medikamentes (1x tägl.) kontrollieren.

Vorgehen und Operationszeitpunkt
Die Kastration erfolgt in der Regel 3-4 Monate nach der ersten Läufigkeit. Die Hündin sollte kurz vor dem Operationstermin versäubert werden. Sie erhält eine Vollnarkose und muss hierfür zwingend gefastet sein (mindestens 8-12 Std.), Wasser sollte ihr aber jeder Zeit zu Verfügung stehen.
Um zur Gebärmutter und Eierstöcken zu gelangen muss die Bauchhöhle eröffnet werden. Der Hündin werden Gebärmutter und Eierstöcke entfernt
(Ovariohysterektomie) und die Bauchdecke in 3 Schichten verschlossen. Hier sind dank sterilem Arbeiten Infektionen äusserst selten. Es müssen keine Fäden gezogen werden, anstelle wird eine Nahtkontrolle nach 3-4 Tagen durchgeführt.
Die Hündin sollte unbedingt am Lecken gehindert werden (Bitterspray, Body, T
Shirt oder notfalls Halskragen). Der Hund erhält Schmerzmittel und Antibiotika.
Bei Problemen mit der Operationswunde oder bei einem gestörten
Allgemeinbefinden wenden Sie sich bitte an uns.
Am Abend des Operationstages wird dem Hund nur wenig Futter und ausreichend Wasser angeboten. Er sollte auf einem kurzen Spaziergang versäubert werden.

Achtung: Kastrierte Tiere haben gerne einen gesteigerten Appetit und neigen zur Gewichtszunahme, bitte achten Sie darauf. Evtl. sollte auf ein kalorienarmes Futter gewechselt werden.

Alternativen zur Kastration:
– Hormonspritze (muss alle 3-5 Monate wiederholt werden)
– Hormonimplantat (muss alle 6 Monate wiederholt werden)

Kastration der männlichen und weiblichen Hauskatze

Die Kastration der männlichen und weiblichen Katze ist ein chirurgischer Routineeingriff. Dabei werden beim männlichen Tier die beiden Hoden, beim weiblichen Tier die Eierstöcke entfernt. Die Operation kann grundsätzlich in jedem Alter erfolgen, am besten wird sie jedoch im Alter von 6-10 Monaten vorgenommen.

Vorteile kastrierter Tiere:
kein unerwünschter Nachwuchs
keine rolligen Kätzinnen (Belästigung, Lärm)
Kater markieren kaum mehr (stinkender Urin)
Kater kämpfen weniger, sind anhänglicher und streunen weniger

Vorbereitung und Operation
Bevor eine Katze kastriert wird, sollten sich Besitzer und Tierarzt vergewissern, dass die Katze gesund, entwurmt und geimpft ist. Da der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird, müssen die Tiere zwingend gefastet sein (mind.8-12 Std.), Wasser sollte ihnen jedoch jeder Zeit zur Verfügung stehen.
Bei den Katern werden beide Hoden entfernt. Die kleinen Hautwunden werden nicht vernäht, eine Antibiotikasalbe verhindert eine Infektion.
Die Operation der Kätzin ist etwas komplizierter und aufwändiger. Um zu den Eierstöcken zu gelangen, muss die Bauchhöhle eröffnet werden. Die Eierstöcke werden entfernt und die Bauchdecke in drei Lagen zugenäht. Hier sind dank sterilem Arbeiten Infektionen äusserst selten.

Nach dem Aufwachen, können sie schon bald abgeholt werden. Am Abend des
Operationstages wird der Katze nur wenig Futter und ausreichend Wasser angeboten. Die Katze darf 1- 2 Tage nicht nach draussen, wegen den Gefahren (Strassenverkehr).
Beim weiblichen Tier müssen nach ca. 10 Tagen die Fäden gezogen werden. Bei Problemen mit der Operationswunde oder bei einem gestörten Allgemeinbefinden wenden Sie sich bitte an uns.

Achtung: Kastrierte Tiere nehmen gerne 2-3 Monate nach der Kastration an Gewicht zu, bitte achten Sie darauf. Evt. sollte auf ein kalorienarmes Futter gewechselt werden.

Verschiedene Krankheiten

Blasenentzündung

Der Harntrakt ist durch seine direkte Mündung an die Körperoberfläche und seiner unmittelbaren Nähe zum After besonders anfällig auf aufsteigende Infektionen durch Mikroorganismen. Normalerweise verhindern die körpereigenen natürlichen Abwehrmechanismen ein Ansiedeln und Vermehren fremder Mikroorganismen im Harntrakt. Eine Kombination aus Schädigung der körpereigenen Abwehr durch Stress oder andere Faktoren und veränderte Eigenschaften der Mikroorganismen können zu einer
Harnwegsinfektion führen: krank machende Bakterien können die Schleimhaut kolonisieren und aufsteigen.
Welcher Abschnitt des Harntraktes genau durch eine Infektion betroffen ist, kann nicht immer mit Sicherheit bestimmt werden.
Aufgrund der Symptome kann aber eine erste Differenzierung vorgenommen werden.
In der Praxis unterscheiden wir zwischen der
– Asymptomatischen Harnwegsinfektion: diese ist relativ häufig. Sie wird nur gefunden, wenn Urin eines Tieres regelmässig auf Bakterien untersucht wird. Die betroffenen Tiere zeigen keine spez. Symptome.
– Einfachen Harnwegsinfektion: einmalige/erste Infektion des unteren Harntraktes (Blase und/oder Harnröhre). Auch diese ist relativ häufig.
– Komplizierten Harnwegsinfektionen/ Reinfektion: hervorgerufen durch viele
verschiedene Ursachen wie z.B. Blasensteine, Mikroorganismen (neue oder auch persistierende). Nicht so häufig wie die beiden erst genannten, jedoch wichtig, dass sie korrekt (teils sehr lange!) behandelt werden (Mitarbeit der Besitzer ist sehr wichtig!). Die Prognose ist in der Regel gut. Die häufigen Rückfälle können aber beim Besitzer (wie auch beim Tierarzt) viel Frustration verursachen! Hier ist es wichtig, die Geduld
nicht zu verlieren! Behandlungen von bis zu 6 Monaten können vorkommen.

Schilddrüsenüberfunkion bei der Katze

Die Schilddrüsen befinden sich unterhalb des Kehlkopfes und sind paarartig
angelegt. Sie bilden die Hormone T4 & T3.
Die Schilddrüsenüberfunktion (fachsprachlich Hyperthyreose genannt) ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei älteren Katzen.
Die häufigste Ursache für eine solche Überfunktion ist eine gutartige tumoröse
Vergrösserung der Schilddrüse, wodurch zu grosse Mengen des Hormons T4 in den Organismus abgegeben werden. Dies hat zur Folge, dass Stoffwechsel und
Hormonhaushalt der Katze gestört sind.

Symptome
Da der ganze Körper des Tieres mehr arbeiten muss um die gleiche Menge an
Energie herstellen zu können, erhöht sich mit der Zeit die Herzfrequenz. Es kann sogar zu einer Verdickung des Herzmuskels und Herzproblemen kommen. Weitere Symptome sind: Gewichtsverlust trotz erhöhter Fresslust, struppiges Fell, aufsuchen von kühlen Plätzen, vermehrtes Trinken, Erhöhung der Körpertemperatur und manchmal auch Aggression.

Diagnose
Die Diagnose erfolgt über einen einfachen Bluttest, den wir selbst in unserer Praxis durchführen.

Therapie
Das meist angewendete Medikament ist eine Tablette mit dem Wirkstoff Thiamazol, die 2x täglich verabreicht wird und die Produktion des Schilddrüsenhormons reduziert.
Wenn sich Ihre Katze bei der Gabe von Tabletten sehr mühsam zeigt, gibt es auch die Möglichkeit eine spezielle Salbe 1x täglich an die Vorderseite des Ohres zu streichen. Diese wird dann über die Haut aufgenommen.
Seit Frühling 2012 gibt es auch ein Futter, das man zur Behandlung einer
Schilddrüsenüberfunktion verfüttern kann. Jedoch ist dabei zu beachten, dass nur dieses Futter gefüttert werden darf, weil sonst die Wirkung nicht vorhanden ist.
Es gibt auch die Möglichkeit einer speziellen Jodtherapie. Diese findet extern im Tierspital Bern statt.

Kontrolle der Therapie
Zur Einstellung der richtigen Medikamentendosis muss am Anfang der Behandlung der Schilddrüsenwert alle 3 Wochen kontrolliert und die Dosis individuell angepasst werden. Dafür wird Ihrer Katze Blut abgenommen und gemessen welche Menge an Schilddrüsenhormon im Blut vorhanden ist. Wichtig ist, dass die Blutentnahme innerhalb einer gewissen Zeitspanne nach der Gabe des Medikamentes erfolgt, weil erst dann der therapeutische Wert eruiert werden kann (melden Sie sich dafür in der Tierarztpraxis und vereinbaren Sie einen Termin).
Sobald die Dosis der Medikamente richtig eingestellt ist genügt eine Blutkontrolle alle 6 bis 12 Monate. Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt lebenslänglich und zeigt bei guter Einstellung des Medikamentes gute Behandlungserfolge mit guter Lebensqualität.

Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Die Schilddrüsenunterfunktion (fachsprachlich Hypothyreose genannt) ist eine der häufigsten hormonelle Erkrankung bei Hunden. Die Schilddrüsen befinden sich unterhalb des Kehlkopfes und sind paarartig angelegt. Sie bilden die Hormone T4 & T3. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüsen werden zu geringe Mengen des Hormones T4 in den Organismus abgegeben.

Symptome
Zu den häufigsten Symptomen gehören: Leistungsschwäche, Gewichtszunahme bei gleicher Futtermenge, tiefe Herzfrequenz, „trauriger“ Blick und Haarverlust ohne Juckreiz.

Diagnose
Mit Hilfe eines einfachen Bluttests in der Tierarztpraxis, ist schnell feststellbar ob Ihr Hund an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet.

Therapie
Es gibt zwei Möglichkeiten eine Hypothyreose zu therapieren: einerseits Tabletten und andererseits eine Flüssigkeit. Je nach Toleranz des Hundes wird ausgewählt, welches Medikament gegeben wird.
Um zu kontrollieren ob der Patient die richtige Dosis an Medikamenten bekommt, muss anfangs alle 3 Wochen eine Blutkontrolle durchgeführt werden. Melden Sie sich dafür in der Tierarztpraxis und vereinbaren einen Termin. Wenn der Hund richtig eingestellt ist, genügt in der Regel eine Blutkontrolle alle 6 bis 12 Monate.
Die Therapie muss ein Leben lang durchgeführt werden.

Vitamin B12-Mangel

Vitamin B12 wird im menschlichen und tierischen Organismus ausschliesslich von Mikroorgansimen hergestellt, die im Verdauungstrakt vorkommen. Tiere (und auch Menschen) sind nicht in der Lage selber Vitamin B12 herzustellen. Bei Hund und Katze ist der Vitamin B12 Speicher für hergestelltes Vitamin B12 allerdings deutlich kleiner als beim Menschen, so dass er innert 1-2 Monaten leer sein kann. Als Ursache fungieren zu wenig oder fehlende Mikroorganismen im Darm.

Symptome:
Vitamin B12 Mangel führt bei Hund und Katze unter anderem zu gastrointestinalen Symptomen wie Durchfall und Erbrechen; neurologischen Symptomen oder auch Blutarmut. Weiter können auch Demenz oder Beeinträchtigung des Immunsystems vorkommen. Auch bei Störungen der Bauchspeicheldrüse kann ein Mangel an Vitamin B12 die Folge sein.

Therapie:
Da oftmals eine Magen-Darmstörung als Ursache für den Vitamin B12-Mangel
vorkommt, kann das Vitamin B12 nicht peroral substitutiert werden. Es ist eine
parenterale Gabe im Sinne von Injektionen erforderlich welche in bestimmten
Abständen wiederholt werden müssen: Während 6 Wochen eine Injektion pro
Woche, während 6 weiteren Wochen eine Injektion jede 2.Woche, eine weitere
Injektion einen Monat später. Einen Monat nach Abschluss der Behandlung wird das Vitamin B12 erneut bestimmt. Es gibt Fälle in denen Vitamin B12 ein Leben lang 1x/Monat substitutiert werden muss.

Chronische Niereninsuffizienz

Die chronische Niereninsuffizienz ist einer der häufigsten Erkrankungen von Hund und Katze im dritten Lebensabschnitt. Aus verschiedenen Gründen kann das Nierengewebe angegriffen und zerstört werden. Um eine sichtbare Veränderung hervorzurufen müssen 75% des Nierengewebes zerstört sein! Wird die Erkrankung nicht bemerkt oder behandelt führt sie früher oder später zum Tod.

Aufgaben der Nieren:
1. Die Nieren regulieren den Wasser-, Salz- und Säure/Basenhaushalt. Sie
scheiden Überflüssiges aus und halten Notwendiges zurück. Die Fähigkeit
Wasser zurückzuhalten geht bei einer beginnenden Niereninsuffizienz als
erstes verloren. Die Tiere beginnen sehr viel Wasser zu trinken um den
Verlust zu korrigieren.
2. Die Niere regelt auch die Ausscheidung von Abfallprodukten. Darunter
befinden sich auch Harnstoff und Kreatinin, welche aus Eiweissen abgebaut
werden. Ist diese Funktion der Niere herabgesetzt durch eine Erkrankung,
verbleiben Harnstoff und Kreatinin im Blut anstatt über den Urin
ausgeschieden zu werden. Je mehr Nierengewebe zerstört ist, umso mehr
Harnstoff und Kreatinin finden wir im Blut.
3. Weiter reguliert die Niere auch den Blutdruck und die Produktion des
Erythropoetin, welches die Produktion von roten Blutkörperchen stimuliert. Bei einer Niereninsuffizienz findet man oft blasse Schleimhäute und einen hohen Blutdruck.

Ursachen:
Die Ursachen sind vielfältig und oft unklar. Es kann durch akute oder auch
chronische Infektionen zu einer Zerstörung des Nierengewebes kommen. Eine
gefährliche akute Infektion ist die Leptospirose. Chronische Entzündungsreaktionen
in der Niere oder anderswo im Körper (Maulhöhle) können die Nierenfunktion eben falls reduzieren. Auch Vergiftungen können zu einer Zerstörung des Nierengewebes führen. Sehr gefährlich ist eine Vergiftung mit Frostschutzmittel.

Symptome:
Die Tiere trinken sehr viel und müssen deshalb auch mehr urinieren, fressen weniger und nehmen langsam ab. In späteren Stadien tritt auch Erbrechen auf. Nur eine Blutuntersuchung kann den Verdacht einer Niereninsuffizienz bestätigen. Zusätzliche Harnuntersuchungen geben weitere Anhaltspunkte.

Therapie:
1. Wechsel auf eine eiweissarme Ernährung. Eiweissreiche Futtermittel
verschlimmern oft die Situation. Ihr Tierarzt empfiehlt ihnen gerne ein
Diätfutter.
2. Der erhöhte Blutdruck der sich oft nur im Nierengewebe manifestiert, ist oft
nicht messbar. Er wird routinemässig mit Medikamenten gesenkt.
3. Eine allfällige Störung im Kalzium/Phosphor-Haushalt wird entweder mit
Nahrungszusätzen oder Medikamenten behandelt.

Je strikter die Behandlung mit Medikamenten und die Nierendiät eingehalten wird, umso mehr kann sich das Leben der Tiere verbessern und die Lebenserwartung verlängert werden.

Behandlungen

Informationen für Chiropraktikpatienten

1. Chiropraktik
Die Chiropraktik befasst sich mit der Wiederherstellung einer optimalen Gelenksfunktion mittels verschiedener Behandlungstechniken, so vor allem mit Hilfe eines kleinen Impulses auf ein Gelenksteil.
Dabei kann der Chiropraktor Blockaden in Gelenken, Schmerzen derselben,
Muskelschmerzen oder andere mit der Wirbelsäule oder Gelenke in Zusammenhang stehende, gesundheitliche Probleme (z.B. Achillessehnenschmerzen, Verdauungsprobleme, u.a.) korrigieren helfen.

2. Ausbildung
Der Chiropraktor absolviert ein 6-jähriges Hochschulstudium. Anschliessend absolviert er eine 2-jährige Assistenzzeit und schliesst diese mit einem Staatsexamen ab. Für die Tierchiropraktik bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten.

3. Behandlung
Nach der Aufnahme der Patientengeschichte und einer fundierten Untersuchung der Problemursache des Patienten, besteht die chiropraktische Behandlung meist aus einem schnellen, kleinen Impuls auf ein Gelenksteil. Dieser Vorgang ist für den Tierpatienten schmerzfrei, bis auf ein kleines Druckgefühl. Zeitweilig muss die mit den Schmerzen einhergehende Muskelverspannung gelöst werden, was wiederum mittels Druckpunkten
geschieht, die allenfalls ein kleines Druckschmerzgefühl auslösen können. Der ausgeübte Druck erfolgt in Abhängigkeit mit der patientenseitigen Schmerzverträglichkeit.
Je nach Behandlungsart und –ort im Körper des Patienten kann sein Besitzer mit kleinen Übungen oder Mithilfen zu einem rascheren Heilungserfolg beitragen (z.B. 10 min. Spaziergang nach Beckenbehandlung, Muskelentspannung mittels Druckpunkten, u.a.). Im Anschluss an die Behandlung können sich die Symptome des Patienten während ein
paar Stunden bis zu einem Tag in geringem Masse verstärken, um danach rasch
abzuklingen. Je nach Dauer und Intensität der Patientensymptomatik werden 2 bis mehrere Behandlungen zur Problembehebung benötigt.

4. Verlaufskontrollen
Sollte nach 2 – 3 Behandlungen kein Fortschritt erfolgen oder neue Symptome auftreten, empfehlen wir eine erneute Kontrolle beim Tierarzt, da neben mechanischen Problemen auch Infektionen (Zeckenbiss / Borreliose) oder degenerative Gelenksveränderungen (Kreuzbandriss, etc.) das Rückenproblem überlagern können!

Homöopathie

Die Homöopathie ist ein seit über 100 Jahren existierender Teil der Medizin. Als Begründer der Homöopathie als Heilmethode gilt der deutsche Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843). Die Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“. Später nannte Hahnemann seine neue Heilmethode dann Homöopathie (homoios = ähnlich; pathos = Leiden). Im Laufe seiner weiteren Forschungen entwickelte Hahnemann dann eine einzigartige, bis heute verwendete Verfahrenstechnik, die Ursubstanzen, die dem
Pflanzen-, Tier- und Mineralreich entstammen, unter Zuhilfenahme von Alkohol und Milchzucker zu den verabreichten Arzneimitteln aufzubereiten.
Den wichtigsten Einfluss auf die Verbreitung der Tierhomöopathie hatte in der Nachkriegszeit Hans Wolter.
Die Homöopathie kann bei akuten und v.a. bei chronischen Krankheiten eingesetzt werden (Hautallergien, psychische Belastungen, Begleitung bei Tumorerkrankungen). In unserer Praxis erfolgt die Homöopathie meistens in Verbindung mit der Bioresonanz.

Dosierung:
Homöopathische Mittel gibt es in Form von alkoholischen Lösungen, Tabletten und Globuli (mit homöopathischer Lösung imprägnierte Kügelchen). In unserer Praxis arbeiten wir vor allem mit Globuli. Sie sind auf bzw. unter der Zunge aufzulösen, wobei die Wirksubstanz von der Maulschleimhaut aufgenommen wird. Da sich die Wirksubstanz auf der Oberfläche der Globuli
befindet, dürfen die Globuli nicht mit den Fingern angefasst werden. Müssen sie die Globuli in Wasser auflösen, sollten sie keinen metallenen Löffel verwenden, da dieser die Wirksubstanz bindet.
Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn das Tier vor und nach der Verabreichung eine Stunde keinen Zugang zu Futter/Gudeli hat. Es ist immer nur ein Mittel und die Verabreichung erfolgt täglich, wöchentlich oder in bestimmten Abständen, die sie wenn möglich genau einhalten sollten.

Nebenwirkungen:
Oft kommt es bereits kurz nach der Einnahme des Mittels zu einer sogenannten Erstreaktion, das heißt, die bisher vorhandenen Symptome können vorübergehend stärker werden. Eine solche Erstreaktion kann das erste positive Anzeichen für eine Heilreaktion des Organismus sein. Auch kann
eine verstärkte Ausscheidungsreaktion wie Schwitzen, Schnupfen, Ausfluss etc. auftreten.

Notfälle

Notfälle - wissen, was zu tun ist

Als Besitzer eines Hundes werden sie sich eventuell mit Notfällen konfrontiert sehen. Bereits vorher zu wissen, was passieren kann, hilft nicht nur Notsituationen vorzubeugen, sondern im Ernstfall auch die richtige Entscheidung zu treffen. Im Folgenden erhalten sie einige Empfehlungen, was sie bei Verletzungen, Infektionen, Insektenstichen, Stromschlägen, Vergiftungen oder Hitzschlag tun können.

Trauma/Verletzungen:
Ihr Hund könnte sich verletzen, von einem Auto angefahren, von einem anderen Hund gebissen werden oder sogar aus dem Fenster fallen. Wenn dies geschehen ist, sollten sie den Hund sehr vorsichtig aufnehmen, möglichst in horizontaler Position: es könnte eine Verletzung der Wirbelsäule vorliegen. Um keine weiteren Schäden anzurichten, sollten sie das Tier möglichst wenig bewegen. Kontrollieren sie, ob seine Mundhöhle frei von Blut, Speichel oder Fremdkörpern wie Sand und Erde ist und stellen sie sicher, dass die Atemwege frei sind. Auf stark blutende Wunden presst man am besten einen Finger oder ein Stück Stoff. Dies stoppt die Blutung und fördert die Blutgerinnung. Ist ein Bein gebrochen und können sie (durch die Haut) Knochen sehen, so sollten sie dies nicht berühren, sondern mit einem sauberen Stück Stoff abdecken um das Infektionsrisiko zu minimieren. Auch wenn es so aussieht, als wäre ihr Hund nach einem Unfall unverletzt geblieben, sollten sie dennoch einen Tierarzt aufsuchen, da auch schwere innere, für sie nicht erkennbare Verletzungen vorhanden sein könnten.

Insektenstiche/Schlangenbisse:
Insektenstiche verursachen Schwellungen und gelegentlich auch allergische
Reaktionen. Gewöhnlich werden vor allem an den Pfoten oder im Kopfbereich
Schwellungen beobachtet. Aber auch innere Schwellungen z.B. im Bereich der
Atemwege sind möglich und können zur Behinderung der Atmung führen. Falls sie den Stachel des „Übeltäters“ entdecken, versuchen sie ihn mit einer Pinzette
herauszuziehen. Falls ihr Tier Allgemeinstörungen wie z.Bsp. Atemstörungen,
Erbrechen oder massive Schwellungen/Juckreiz zeigt, rufen Sie ihren Tierarzt an.
Im Falle eines Schlangenbisses bringen sie ihr Tier so rasch wie möglich zum
Tierarzt!

Stromschlag:
Hat ihr Tier an einem Elektrokabel genagt oder sich auf andere Art und Weise einen elektrischen Schlag geholt, so sind zu Beginn eventuell lokale Verbrennungen zu sehen: auch in diesem Fall sollten Sie mit ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen.
Lassen sie ihren Hund möglichst nicht unbeaufsichtigt an Orte an denen er Zugang zu elektrischen Leitungen hat.

Infektionen:
Junge Tiere sind speziell für Infektionen des Magen-Darm-Traktes sehr empfänglich.
Verschiedene Parasiten, Viren oder Bakterien können Durchfall und Erbrechen
hervorrufen. In den schwersten Fällen können diese zu massiver Austrocknung und dem Eintritt des Todes innerhalb von wenigen Stunden führen. In weniger schweren Fällen sollten sie ihr Tier 12 Stunden fasten lassen, wobei es natürlich ständig Zugang zu frischem Wasser haben sollte. Diese Massnahme ist möglicherweise als einzig notwendige Behandlung schon ausreichend. Länger als 12 Stunden sollte ihr Tier allerdings nicht fasten. Verschlechtert sich sein Zustand und die Symptome halten an, so sollten Sie ihren Tierarzt konsultieren.

Vergiftungen:
Gerade Welpen haben die Neigung, alles Erdenkliche anzuknabbern und zu
verschlucken. Im Falle einer Vergiftung sollten Sie möglichst genau registrieren was und wieviel verschluckt wurde (Packung mitbringen) Es macht keinen Sinn, dem Tier Milch oder Ähnliches zum Trinken zu geben oder ihm den Finger in den Hals zu stecken um ihn zum Erbrechen zu bringen, denn dies wird in keinem Fall funktionieren. Rufen Sie umgehend ihren Tierarzt oder das toxikologische Institut an (Tel. 145). Erst dann können je nach Substanz Massnahmen eingeleitet werden.
Bei Krämpfen sollten Sie ihrem Tier niemals ins Maul fassen, Sie könnten gebissen werden!
Achtung: Nicht alle Gifte haben eine sofortige Wirkung: die Wirkung einiger Gifte kann auch erst Stunden später erkennbar sein! Wenn Sie wissen, welches Gift ihr Tier aufgenommen hat, sagen Sie es ihrem Tierarzt damit er eine spezifische Behandlung vornehmen kann.

Hitzschlag:
Einen Hitzschlag kann man ganz einfach vorbeugen: lassen Sie ihren Hund
niemals alleine im Auto! In der Sonne kann die Innentemperatur eines Autos 60° – 80°C erreichen. Dies führt innerhalb von Minuten zur Austrocknung und Schock (denken Sie daran, dass die Sonne wandert und ein zuvor schattiges Plätzchen sich rasch in eine heisse Hölle verwandeln kann). Im Falle eines Hitzschlages muss ihr Hund so rasch wie möglich abgekühlt werden: bringen Sie ihn an einen kühlen Ort, kühlen Sie zuerst die Extremitäten (kaltes Wasser) und eventuell den Körper mit nasskalten Tüchern. Avisieren Sie ihren Tierarzt! Denken Sie daran im Auto immer mindestens zwei Öffnungen zu haben: die Hecktüre (gesichert mit Doppelhaken) und zusätzlich ein Fenster (so dass der Hund nicht entweichen kann oder sich einklemmt).

Weitere Ratschläge:
Es ist erstaunlich wie viele Gefahren in einem Haus oder einer Wohnung für junge Tiere bestehen. Räumen Sie potentielle Gefahrenquellen beiseite und vermeiden Sie so Probleme.

Medikamente: Ihr Tier könnte eine Schachtel zerfetzen und den Inhalt schlucken
Schokolade: lecker, aber leicht toxisch für Hunde und Katzen. Schokolade
enthält Theobromin, welches für Tiere in grösseren Mengen schädlich sein
kann. Je dunkler die Schokolade ist, desto toxischer ist sie für ihr Tier!
Putzmittel: sollten für ihr Tier nicht erreichbar sein – können schlimme
Verätzungen verursachen.
Bänder, Stricke, Gummiringe, Wolle: Ihr Tier könnte sie verschlucken – ein
Darmverschluss kann die Folge sein.
Nähkörbe: sollten für ihr Tier nicht erreichbar sein – Nadeln könnten
verschluckt werden.
Rasierklingen/Messer: Schneidegefahr!
Kochende Flüssigkeiten oder heisse Getränke sollten nicht unbeaufsichtigt
stehen gelassen werden.
Frostschutzmittel: Schmecken lecker und süss, sind aber hochgiftig
Pestizide, Herbizide, Düngemittel und Rattengift: sollten ausser Reichweite
aufbewahrt werden.
Pflanzen: sind schön anzusehen, können aber giftig sein. Informieren Sie sich

Giftpflanzen

Unten sind einige der wichtigsten Pflanzen aufgeführt, welche in
unserer Umgebung vorkommen und Vergiftungen verursachen können.

Die wichtigsten Vergiftungssymptome sind unter anderem:
– Speicheln
– Erbrechen
– Taumeln/komischer Gang
– Fieber

Der Schweregrad der Symptome hängt davon ab, wie viel und welche
Pflanzenteile gefressen wurden. Eine Vergiftung macht sich in der Regel
30 Minuten bis 24 Stunden nach Aufnahme bemerkbar.
Das Toxikologische Institut (Telefonnummer 145) gibt Auskunft, wie
Ernst eine Situation ist und welche Massnahmen zu ergreifen sind.

Ackerschachtelhalm
Ackerveilchen
Ackerwinde
Adlerfarn
Adonisröschen
Akelei
Aloe
Alpenveilchen
Amaryllis
Ananaspflanze
Anthurie
Arnika
Asparagus
Aronstab
Avocado
Azalee

Becherprimel
Begonie (Knollenbegonie)
Belladonna Lilie
Bergpalme
Blasenstrauch
Blaustern
Bougainvillea
Buchsbaum
Buschwindröschen
Butterblume

Calla
Christrose
Christusdorn
Chrysantheme
Clivie

Dieffenbachle
Diptam

Efeu
Efeutute
Edelweiss
Eibe
Elefantenfuss
Einblatt
Engelstrompete
Eisenhut (blauer)

Farne
Faulbaum
Feldstiefmütterchen
Fensterblatt (Monstera)
Fetthenne
Feuerbohne
Feuerdorn
Fichte
Fingerhut
Flieder
Flamingoblume

Geissblatt
Germer (gemeiner)
Ginster
Glyzinie
Goldregen
Gummibaum

Hahnenfuss
Hartriegel
Heckenkirsche
Herkuleskraut/ – staude
Herbstzeitlose
Holunder (schwarzer)
Hortensie
Hundspetersilie
Hyazinthe

Iris
Jasmin (falscher, wilder)
Johanniskrautgewächse

Kakao
Kaiserkrone
Kaladie
Kartoffelpflanze
Knoblauch
Kolbenfaden
Korallenbeere
Korallenstrauch
Kornrade
Krokus
Kroton (Wunderstrauch)
Küchenschelle

Leberblümchen
Lebensbaum (Thuja)
Liliengewächse
Lorbeer (Kirschlorbeer)
Lupine

Mahonie
Maiglöckchen
Märzbecher
Mauerpfeffer
Mistel

Nachtschattengewächse
Nadelbäume
Nelke
Nieswurz

Obstkerne
Oleander
Orchidee
Osterglocke (Narzisse)

Palmfarn
Pfaffenhütchen (Spindelstrauch)
Pfeilwurz
Philodendron
Prachtlilie
Primel
Purpertute

Rainfarn
Rittersporn
Rhododendron
Robinie
Rosinen

Sadebaum
Salomonsiegel
Sauerklee
Schachblume
Schlafmohn
Schleierkraut
Schierling
Schneebeere
Schneeglöckchen
Schokolade
Sculia
Seidelblast
Skabiose
Stechapfel
Stechpalme
Steinklee
Sumpfdotterblume

Tabakpflanzen
Tollkirsche
Tomatenpflanzen
Tulpe
Tüpfelhartheu (Johanniskrautgewächse)

Vanilleblume
Vogelbeerbaum
Vogelkirsche

Wachholder
Wachholder, Stink – (Sadebaum
Waldmeister
Wandelröschen
Weihnachtsstern
Weintraube
Wilder Wein
Weinraute
Weisswurz
Wicke
Windröschen, gelbes
Wildlupine
Wilder Dost
Wolfsmilch
Wunderbaum, Rizinus
Wüstenrose
Wurmfarn

Yucca

Zimmeraralie
Zwergholunder
Zwiebel
Zypressenwolfsmilch

Durchfall / Verstopfung

2-3 Tage beobachten
Hund verliert Urin im Schlaf oder Liegen, Allgemeinzustand gut, Urin sieht normal aus gelegentlich Morgenurin auffangen und in Praxis bringen für Untersuch.

Termin vereinbaren
Hund / Katze muss häufiger Harn absetzen, Urin ist ev. blutig, junge Tiere plötzlich nicht mehr stubenrein, obwohl sie dies zuverlässig waren vor dem Termin am besten Morgenurin auffangen und mitbringen.

Notfall: 031 747 97 70
Hund / Katze versucht zu Urinieren, aber es kommt nichts, Allgemeinzustand gestört, ev. auch Erbrechen zusätzlich.

Parasiten

Würmer

Es gibt weltweit Hunderte von verschiedenen Wurmarten. Diese spielen für ihr Tier aber nicht alle eine Rolle. Sinnvoll ist es vielmehr, sich auf die Würmer zu
konzentrieren die hierzulande verbreitet sind, die dem Tier erheblichen Schaden zufügen können oder auf den Menschen übergehen können. In der Schweiz sind dies bei Hund und Katze vor allem Spulwürmer (Toxocara canis/ Toxocara catis) und Hakenwürmer (Ancylostomatidae), sowie verschiedene Bandwürmer (Taenien, Dypilidien, Echinokokken).

Spul- und Hakenwürmer
Spul- und Hakenwürmer kommen bei Hunden und Katzen aller Altersstufen vor. Hunde- und Katzenwelpen können sich bereits über die Muttermilch anstecken. Bei Hundewelpen ist auch die Ansteckung über die Plazenta möglich. Später stecken sich Hund und Katze über Kot von anderen Tieren an (Aufnahme von Wurmeiern).
Wurmeier können auch über Schuhe in die Wohnung getragen werden, es können sich also nicht nur Freigänger damit anstecken.
Spul- und Hakenwürmer können von Hund und Katze übrigens auch auf den
Menschen übergehen und beträchtliche Schäden in inneren Organen anrichten.
Gefährdet sind vor allem Menschen mit einem beeinträchtigten Immunsystem sowie Kinder oder ältere Menschen.

Bandwürmer
Der Hundebandwurm kommt beim Hund, der Fuchsbandwurm vor allem beim Hund, aber auch bei der Katze vor. Hund und Katze stecken sich vor allem über den Verzehr von Nagetieren (Mäusen) oder Innereien an, sowie über Flohbefall! Auch die Bandwürmer können auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser Wurmteile aufnimmt, die ein Tier mit dem Kot ausscheidet oder in seinem Fell trägt (Hunde!). Im Falle einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm kann diese für den Menschen tödlich verlaufen.
Aufgrund der verschiedenen Ansteckungswege bei Spul-, Haken- und Bandwürmern ist das Risiko für einen Wurmbefall je nach Alter, Haltungsform, Ernährung und Nutzung von Hund und Katze unterschiedlich hoch. Tiere mit Auslauf haben ein höheres Risiko als Tiere die im Haus gehalten werden. Lassen Sie sich in ihrer Tierarztpraxis beraten!

Konkrete Empfehlungen zur Entwurmung
Hundewelpen sollten beginnend im Alter von 2 Wochen, Katzenwelpen im Alter von 3 Wochen gegen Spulwürmer entwurmt werden. Anschliessend sollte die Behandlung in 2-4 wöchigen Abständen (je nach Präparat) bis 2 Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt werden.
Muttertiere sollten wenn möglich schon vor oder während der Trächtigkeit entwurmt werden, ausserdem gleichzeitig mit der ersten Behandlung ihrer Jungen.

Erwachsene Hunde und Katzen:
Vier Behandlungen pro Jahr sind zu empfehlen (alle 3 Monate!).
Für Hunde und Katzen die regelmässig unbeaufsichtigten Auslauf haben, wilde
Nagetiere oder Aas fressen oder zur Jagd geführt werden, ist eine monatliche
Entwurmung gegen Bandwürmer empfohlen.
Hunde die rohes Fleisch, insbesondere Innereien wie Leber und Lunge erhalten, das zuvor nicht ausreichend erhitzt (10 Min. bei Kerntemperatur 65°C) oder gefroren (1 Woche, -17 bis – 20°C) wurde, sollten alle 6 Wochen gegen Bandwürmer behandelt werden.

Hygiene im Alltag
Im Alltag sollte auf konsequente Hygiene geachtet werden. Aus Katzenkistchen sollte der Kot täglich entfernt werden. Bei Hunden sollte der Kot beim Spaziergang wie auch im Garten täglich aufgesammelt und in einem verschlossenen Beutel über den Hausmüll entsorgt werden oder via Robidog’s. Auf keinen Fall sollte man ihn in der Toilette runterspülen oder auf den Kompost geben. Da es bei freilaufenden Katzen beinahe unmöglich ist, den Kot aufzusammeln, muss die Entwurmung bei diesen Tieren besonders sorgfältig vorgenommen werden.

Gefahren im Ausland
Für Hunde und Katzen, die ins Ausland reisen oder von dort in die Schweiz gebracht werden, bestehen unter Umständen zusätzliche Risiken sich mit Würmern zu infizieren. In südlichen Reiseländern besteht zum Beispiel die Gefahr einer Infektion mit Herzwürmern. Lassen Sie sich vor der Reise in ihrer Tierarztpraxis beraten!

Diese Informationen stützen sich auf Empfehlungen des ESCCAP (www.esccap.de).
Für alle Fragen um ihr Tier helfen auch wir Ihnen gerne weiter!

Zecken

Weltweit gibt es mehr als 850 Zeckenarten, wobei drei Arten in Europa auf Katzen und Hunde übergehen können. Ixodes ricinus, der gemeine Holzbock, lebt als Freilandzecke in Wäldern, hohen Gräsern und an Wegrändern. Rhipicephalus sanguineus, die braune Hundezecke, mag kühlere Temperaturen nicht und hält sich dadurch meist in Ställen, Zwingern und Wohnungen/Tierheimen auf. Dermacentor reticulatus, die Auwaldzecke, ist in feuchteren Gebieten, Auwäldern und Mooren angesiedelt.

Wie entwickeln sich Zecken?
Die Entwicklung einer Zecke umfasst 4 Stadien: Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke. Um von einem Stadium ins nächste zu kommen braucht die Zecke eine Blutmahlzeit von einem Säugetier, Mensch oder auch von Zugvögeln. Der ideale Temperaturbereich für Zecken liegt zwischen 14° und 23°C, wobei die Aktivitäten der Zecke bereits bei viel tieferen Bodentemperaturen beginnen. In der Schweiz findet man Zecken je nach Witterung von März bis Oktober, gehäuft vor allem im Mai bis Juli und September/Oktober auf. Durch den Klimawandel kommen aber auch immer
mehr Zecken im Winter vor.

Warum sind Zecken gefährlich?
Zecken übertragen Krankheiten, welche für Mensch und Tier gefährlich sein können. Durch häufigeres Reisen mit dem Tier wurden und werden auch andere Zeckenarten in die Schweiz eingeschleppt. Diese übertragen Krankheiten, welche vorher nur in wärmeren Ländern vorkamen. Die wichtigsten durch Zecken übertragene Krankheiten beim Hund sind: Borreliose, Babesiose (Piroplasmose), Ehrlichiose (Rickettsiose) und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei der Katze sind diese Erkrankungen selten.

Borreliose
Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Gelenkentzündungen. Oft wird
erst die Gelenkentzündung bemerkt. Auch kann ein Befall des Nervensystems
und des Herzens vorkommen.

Babesiose (Piroplasmose)
Die Babesien befallen und zerstören die roten Blutkörperchen. Deshalb wird
bei der Babesiose als häufigstes Symptom Blutarmut festgestellt. Weitere
Symptome können hohes Fieber, roter oder grünlicher Urin oder Gelbsucht
sein. Ähnlich sind die Malaria-Symptome beim Menschen.

Ehrlichiose (Rickettsiose)
Akut erkrankte Tiere können unter hohem Fieber, Apathie, Fressunlust,
Lymphknotenschwellungen und Blutungen leiden.
Chronische Erkrankungen äussern sich in Abmagerung und haben eine
grössere Blutungsneigung.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die Symptome einer FSME sind oft nicht klar. Mattigkeit, Fieber und
Bewegungsstörungen können Hinweise sein.

Kann man diese Krankheiten behandeln?
Ja. Allerdings kann die Behandlung aller dieser Krankheiten sehr therapieaufwändig und langwierig sein.

Kann ich mein Tier schützen?
Suchen Sie ihren Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken ab und entfernen Sie diese durch rasches Herausziehen mit einer Zeckenzange oder noch besser mit einem Zeckenhaken. Die erwähnten Krankheiten werden nämlich nicht sofort, sondern nach Stunden oder sogar erst nach ein bis zwei Tagen übertragen. Besonders betroffen werden Ohren, Achseln, Innenschenkel und die Afterregion. Öl, Alkohol und andere Stoffe sollten bei der Entfernung von Zecken nicht zur Anwendung kommen!
Gegen Borreliose und Babesiose kann ihr Hund geimpft werden. Der Impfstoff schützt jedoch nicht gegen alle Erreger der Erkrankung. Prophylaktisch bieten spot-on Präparate oder Halsbänder einen guten Schutz gegen
Zecken. Wir empfehlen die Anwendung eines Zeckenschutzmittels während der
ganzen Zeckensaison. Wir beraten Sie gerne!

Gefahren im Ausland
Für Hunde und Katzen, die ins Ausland reisen oder von dort in die Schweiz gebracht werden, bestehen unter Umständen zusätzliche Risiken sich mit von Zecken, Sandmücken oder anderen Mücken übertragenen Krankheiten zu infizieren. Lassen Sie sich vor der Reise in ihrer Tierarztpraxis beraten!

Diese Informationen stützen sich auf Empfehlungen des ESCCAP (www.esccap.de).
Für alle Fragen um ihr Tier helfen auch wir Ihnen gerne weiter!

Fütterung

Fütterungsempfehlung für Kaninchen

Wild lebende Kaninchen sind den grössten Teil des Tages mit der Nahrungssuche beschäftigt. Sie ernähren sich in der Wildbahn von Wurzeln, Rinden, Kräutern, Zweigen und frischen Pflanzen. Um unseren Kaninchen zuhause ähnliche Bedingungen zu schaffen, müssen wir sie regelmässig füttern. Eine richtige und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Kaninchenleben.

Besondere Verdauung
Als reiner Pflanzenfresser besitzt das Kaninchen einen grossen Verdauungstrakt. Sie können die Nahrung nur mit Hilfe spezieller Bakterien verdauen. Diese Bakterien (Darmflora genannt) sind immer aktiv, auch wenn die Tiere falsch ernährt werden oder der Darm inaktiv ist. In diesem Fall kommt es sehr schnell zu Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Durchfall. Damit die Verdauung nicht zum Stillstand kommt, muss demnach immer wieder gefressen werden. Kaninchen sind nicht in der Lage Gärgase mit Rülpsen auszustossen. Das erklärt ihre Anfälligkeit für lebensgefährliche Blähungen.

Blinddarmkot
Eine Eigenart der Kaninchen ist das Fressen des Blinddarmkotes, der sehr Vitamin B-reich ist. So können die im Futter enthaltenen Nährstoffe ein zweites Mal verwertet und ausgenutzt werden. Der Blinddarmkot wird hauptsächlich nachts ausgeschieden und sofort wieder gefressen. Falls mehr ausgeschieden als wieder gefressen wird, liegt er in Form von hellen, traubenförmigen Gebilden im Gehege und ist nicht zu verwechseln mit Durchfall!

Drei Mal täglich füttern
Da Kaninchen ständig fressen, sind sie darauf angewiesen, ausgewogene Nahrung zu sich zu nehmen, um nicht zu verfetten. Deshalb sollte die Fütterung der Kaninchen drei Mal täglich erfolgen: morgens, mittags und abends (Berufstätige: morgens, nach der Arbeit und vor dem Schlafen-gehen).

– Morgens: viel frisches Heu (Einstreu oder Heu in der Raufe gilt nicht als
frisch). Frisches Wasser.

– Mittags: Grünfutter

– Abends: etwas Körnerfutter

Wichtig ist vor allem, dass die Grünfütterung erst einige Stunden nach der
Verabreichung von frischem Heu erfolgt, sonst kann es zu akuten Blähungen
kommen. Heu ist für Kaninchen ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel. Es besteht aus viel Rohfaser, so dass die Tiere langsam fressen, viel kauen und genug Speichel bilden. Der Speichel optimiert das Milieu für die Darmbakterien und kurbelt die Verdauung an.

Tagesration pro Kaninchen:

– Heu zur freien Verfügung, morgens unbedingt frische Ration
– Einige Stunden danach Grünfutter bestehend aus (Basisangebot):
o Einer Karotte
o Einem Viertel eines Apfels
o Einem Stück Fenchel
o Einem grossen Büschel Löwenzahn, Gras, Wiesenkräuter oder einige
Blätter Grünkohl, Wirz, Lattich oder sonstige Salate im Winter

Ergänzend dazu kann man den Tieren Folgendes anbieten:
o Diverse Gemüse/Früchte/Kräuter: Birne, Broccoli, Futterrüben, Sellerie,
Spinat, Chicorée, Endivien, Petersilie, Salbei etc.

– Abends wenig Körnerfutter (1KL – 1EL pro Kaninchen1)

– Ergänzen mit ungespritzten Ästen mit frischen Blättern, Rinden, Wurzeln von
Rottannen, Obstbäumen, Buchen und Haselstauden

– Es sollte immer reichlich frisches Trinkwasser dargeboten werden

Ausser bei Aussenhaltung im Winter (siehe separater Abschnitt)

Winterfütterung bei Aussenhaltung
In den kalten Wintermonaten darf das Futter für unsere Kaninchen durchaus
kalorienreich sein, denn im Freien brauchen Sie jetzt deutlich mehr Energie. Das heisst: besonders viel frisches Heu, mehr Kraftfutter, allenfalls zusätzlich etwas hartes Brot. Brot eignet sich ausschliesslich im Winter für Kaninchen in
Aussengehgen, da es sonst zu kalorienreich ist!

Häufige Fütterungsfehler
Unzureichender Gehalt an Rohfaser (Heu!)
Zu hoher Anteil an Kohlenhydraten (junges Gras, Körnerfutter) oder Fetten
(Nüsse)
Kalte Futtermittel (direkt aus Kühlschrank)
Ungeeignete Futtermittel (Schokolade, Joghurtdrops, Backwaren)
Unhygienisches Futter (angewelktes Futter, schimmliges Futter)
Zu lange Phasen des Fastens – Kaninchen brauchen mindestens immer
Zugang zu Heu!

Diese Informationen stützen sich auf Erkenntnissen von Ruth Morgenegg, Tierärztin und Kaninchenspezialistin.
Gerne empfehlen wir an dieser Stelle ihr Buch: „Artgerechte Haltung – ein Grundrecht für (Zwerg-)Kaninchen“.

Es ist bei uns in der Praxis oder im Buchhandel erhältlich. Ebenso stehen wir für weitere Auskünfte gerne zu Verfügung.

Fütterungsempfehlung für Meerschweinchen

Wild lebende Meerschweinchen sind den ganzen Tag mit der Nahrungssuche
beschäftigt. Sie fressen wieder und wieder, in kleinen Mengen und mit längeren
Pausen dazwischen. Um unseren Meerschweinchen zuhause ähnliche Bedingungen zu schaffen, müssen wir sie regelmässig füttern. Eine richtige und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Meerschweinchenleben.

Besondere Verdauung
Als reiner Pflanzenfresser besitzt das Meerschweinchen einen grossen
Verdauungstrakt. Sie können die Nahrung nur mit Hilfe spezieller Bakterien
verdauen. Diese Bakterien (Darmflora genannt) sind immer aktiv, auch wenn die Tiere falsch ernährt werden oder der Darm inaktiv ist. In diesem Fall kommt es sehr schnell zu Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Durchfall.

Meerschweinchen brauchen viel Vitamin C
Meerschweinchen können Vitamin C nicht selber produzieren. Deshalb ist es sehr wichtig den Tieren neben dem Grünfutter zusätzliches Vitamin C anzubieten, damit kein Mangel entsteht. Dies kann entweder in Form eines mit Vitamin C angereicherten Körnerfutters oder mittels Nagertropfen verabreicht werden. Eine Unterversorgung mit Vitamin C kann zu Hautkrankheiten, Haarausfall und allgemein erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen. Überschüssiges Vitamin C wird vom Körper ausgeschieden, man kann also keine Überdosis an Vitamin C geben!

Drei Mal täglich füttern
Die Fütterung der Meerschweinchen sollte drei Mal täglich erfolgen: morgens,
mittags und abends (Berufstätige: morgens, nach der Arbeit und vor dem Schlafen gehen).
Morgens: viel frisches Heu (Einstreu oder Heu in der Raufe gilt nicht als frisch)
Mittags: Grünzeug
Abends: etwas Körnerfutter
Wichtig ist vor allem, dass die Grünfütterung erst einige Stunden nach der
Verabreichung von frischem Heu erfolgt. Heu ist für Meerschweinchen ein
unverzichtbares Grundnahrungsmittel. Es besteht aus viel Rohfaser, so dass die
Tiere langsam fressen, viel kauen und genug Speichel bilden. Der Speichel optimiert das Milieu für die Darmbakterien und kurbelt die Verdauung an.

Tagesration pro Meerschweinchen:

– Heu zur freien Verfügung, morgens unbedingt frische Ration
– Einige Stunden danach Grünfutter bestehend aus (Basisangebot):
o Einer kleinen Karotte
o Einem Viertel eines Apfels
o Einem Stück Fenchel
o Einem grossen Büschel Löwenzahn, Gras, Wiesenkräuter oder einige
Blätter Grünkohl, Wirz und Lattich im Winter
Ergänzend dazu kann man den Tieren Folgendes anbieten:
o Diverse Gemüse/Salate/Kräuter: Broccoli, Petersilie, Chinakohl,
Kohlraben, Sellerie, Tomaten, Endivien, Chiccoré, getrocknete
Brennnesseln, Gurken. Kein Kopfsalat (hoher Nitritgehalt)!
o Diverse Früchte: Kiwi, Mandarinen, Orangen, Zitronen, Melonen, Birnen
– Abends evtl. wenig Körnerfutter (1KL – 1EL pro Meerschweinchen)
– Gelegentlich ergänzen mit ungespritzten Ästen mit frischen Blättern
– Es sollte immer reichlich frisches Trinkwasser dargeboten werden

Häufige Fütterungsfehler
Unzureichender Gehalt an Rohfaser (Heu!)
Zu hoher Anteil an Kohlenhydraten (junges Gras, Körnerfutter) oder Fetten
(Nüsse)
Kalte Futtermittel (direkt aus Kühlschrank)
Ungeeignete Futtermittel (Schokolade, Joghurtdrops, Backwaren)
Unhygienisches Futter (angewelktes Futter, schimmliges Futter)
Zu lange Phasen des Fastens – Meerschweinchen brauchen mindestens
immer Zugang zu Heu!

Diese Informationen stützen sich auf Erkenntnissen von Ruth Morgenegg, Tierärztin und Meerschweinchenspezialistin.
Gerne empfehlen wir an dieser Stelle ihr Buch:
„Artgerechte Haltung – ein Grundrecht für Meerschweinchen“. Es ist bei uns in der Praxis oder im Buchhandel erhältlich. Ebenso stehen wir für weitere Auskünfte gerne zu Verfügung.

Impfungen Hund

Hepatitis

Hepatitis ist eine durch Viren verursachte, ansteckende Leberentzündung. In der Schweiz ist die Krankheit selten, aber ein Reservoir besteht in der Wildtierpopulation (Füchse).
Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund
zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppen über Schuhe
oder Kleider.

Symptome:
Hohes Fieber, Nahrungsverweigerung, starke Bauchschmerzen. Viele Hunde, vor allem Welpen, sterben bei zu später Diagnose.
Im weiteren Verlauf kann es noch zu Erbrechen, Durchfall, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind nervöse Störungen beobachtet worden.

Leptospirose

Leptospirose wird durch ein Bakterium verursacht und ist auch für den Menschen gefährlich.

Übertragung:
Als Ansteckungsquellen gelten Hunde, Mäuse, Ratten und weitere Tierarten, ebenso verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben, Sümpfe und Pfützen. Ein hohes Ansteckungspotential birgt der Urin von infizierten Tieren.

Symptome:
beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf kommen Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und Schädigungen der Niere und Leber hinzu. Die Krankheit führt, wenn nicht sehr frühzeitig behandelt auch oft zum Tod durch Organversagen.

Parvovirose

Die Parvovirose wird durch ein Virus verursacht. Die Krankheit tritt vorwiegend bei Junghunden mit geschwächtem Immunsystem oder nicht geimpften Tieren auf. Bevor die Parvovirose geimpft werden konnte, gab es regelmässig Seuchenzüge quer durch die Schweiz mit vielen Todesfällen.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch über den Menschen und Gegenstände. Anfänglich Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig ist und massiv stinkt. Die Tiere fressen nicht, magern ab und verlieren viel
Flüssigkeit. Die Erkrankung kann auch innerhalb von wenigen Stunden zum Tod führen infolge einer Herzmuskelentzündung oder wegen massiver Schäden des Darmepithels und Hemmung des Immunsystems (Knochenmarksdepression).

Staupe

Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Sie ist in gewissen Ländern wie zum Beispiel Osteuropa immer noch präsent und kann deshalb durch Importhunde immer noch eingeschleppt werden.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppen über Schuhe oder Kleider.

Symptome:
Hohes Fieber, Augen- und Nasenausfluss, absolute Nahrungsverweigerung.
Es gibt 3 Verlaufsformen:
– Darmstaupe: unstillbarer Durchfall, starkes Erbrechen
– Lungenstaupe: quälender Husten, Nasenausfluss, Lungenentzündung
– Nervenstaupe: Krämpfe und Lähmungen, teilweise mit Bewusstseinsverlust

Die Erkrankung verläuft unterschiedlich stark und kann bleibende Schäden
hinterlassen (Gelbe Zähne, nicht verhornte Fussballen).

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h. mehrere ungünstige Ursachen tragen zum Ausbruch der Erkrankung bei:
– Verschiedene Erreger (Bakterien, Viren) – klimatische Bedingungen (Feuchtigkeit, Durchzug)
– Intensive Hundehaltung, hohe Besatzdichte

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu
Hund (zum Beispiel bei Spaziergängen oder auf Ausstellungen, Tierheim)
Fängt meist mit klarem Nasen- oder Augenausfluss und quälendem trockenen Husten an. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann eine Lungenentzündung entstehen.

Tollwut

Die Tollwut ist eine bekannte und gefürchtete Krankheit. Alle Säugetiere, Vögel und auch der Mensch sind gefährdet.
Die Schweiz gilt offiziell als tollwutfrei!!!

Übertragung:
Erfolgt meist mit dem Speichel durch einen Biss, z.B. vom Fuchs
auf ein Haustier und weiter auf den Menschen.

Symptome/Verlauf:
Das Virus greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität,
Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Im weiteren Verlauf kommt es zu fortschreitender Ruhelosigkeit und Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe und Lähmungserscheinungen führen schliesslich zum Tod.

ACHTUNG!!!
Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten!
Falls Sie mit ihrem Tier ins Ausland fahren wollen ist die Tollwutimpfung zwingend.
Bitte informieren Sie sich frühzeitig bei ihrem Tierarzt!

Empfehlungen zu Impfungen

Grundsätzliches: Voraussetzung für diese Impfschemata und einen guten
Impfschutz ist eine korrekt durchgeführte Grundimmunisierung.

Katzen:
 Freigänger:
o Bisher: jährliche Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose.
o NEU: Katzen ≤ 4 Jährig: alle zwei Jahre Impfung gegen Leukose, alle
Jahre Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche.
 Hauskatzen:
o Bisher: jährliche Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche.
o NEU: Die Impfung gegen Katzenschnupfen und –seuche ist nur noch alle
zwei Jahre nötig. Eine tierärztliche Kontrolle 1x pro Jahr wird trotzdem
empfohlen.

Hunde:
 Bisher: jährliche kombinierte Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose,
Zwingerhusten und Leptospirose.
 Neu: jährliche Impfung gegen Leptospirose und Zwingerhusten,
 Staupe-Hepatitis-Parvovirose alle zwei Jahre.

Infos zu Aufenthalt im Ausland
Für Reisen ins Ausland ist eine gültige Tollwut-Impfung Pflicht!
Informieren Sie sich rechtzeitig. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Diese Angaben stützen sich auf aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen der
schweizerischen Kleintierärzte-Vereinigung (SVK) 2015

Impfungen Katze

Felines Immunschwäche-Virus (FIC)

Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen.

Übertragung:
Wird hauptsächlich durch Bissverletzungen (z.B. Revierkämpfen, während des Paarungsaktes) übertragen.

Symptome/Verlauf:
Das Abwehrsystem wird geschwächt. Häufige Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, schlecht heilende Wunden, Fieber, vergrösserte Lymphknoten und Durchfall.
Die Infektion führt immer zu einem früheren Tod. Es sind vor allem ältere, nicht kastrierte Kater mit Freilauf betroffen.

Gegenwärtig steht gegen die FIV-Infektion kein Impfstoff zur Verfügung.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Die Feline Infektiöse Peritonitis (ansteckende Bauchfellentzündung der Katze) ist eine immer tödlich verlaufende Virusinfektion der Katze.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze oder indirekt über Gegenstände (Katzentoilette, Bürsten etc.). Da das Virus in der Umgebung sehr widerstandsfähig ist, empfiehlt es sich, 4-6 Monate zu warten bis man eine neue Katze anschafft.

Symptome/Verlauf:
Beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Kann durch Stress ausgelöst werden.
Es gibt zwei Verlaufsformen:
– Feuchte FIP: Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle, Brusthöhle oder dem Herzbeutel
– Trockene FIP: Erkrankungen der  inneren Organe mit unterschiedlichen
Krankheitssymptomen, schwer diagnostizierbar

Wir empfehlen diese Impfung bei Rassekatzen, Ausstellungskatzen und in
Haushalten mit vielen Tieren. Ist in einem Haushalt schon einmal FIP aufgetreten, sollten neue/zusätzliche Katzen geimpft sein. Die Impfung kann ab der 16. Lebenswoche gemacht werden.

Katzenleukose

Die Katzenleukose ist eine der häufigsten infektiösen Todesursachen der Katze. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit dem Immunschwäche-Virus der Katze (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Virus ist nicht sehr resistent und stirbt in der Aussenwelt sofort ab.
Das Leukose-Virus befällt ausschliesslich Katzen!

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze. Infizierte Tiere ohne Symptome scheiden das Virus ständig mit dem Speichel aus und spielen eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Katzenleukose. Infizierte Muttertiere können die Leukose während der Trächtigkeit und über die Milch auf die Welpen übertragen.

Symptome/Verlauf:
Katzenleukose führt zu einer Schwächung des Abwehrsystems und zu Krebserkrankungen. Durch die Abwehrschwäche wird die Katze sehr anfällig für sonst harmlose Erreger, welche sämtliche Organe angreifen können und nur sehr schwierig zu behandeln sind. Selbst einfache Verletzungen brauchen lange Zeit, um zu verheilen.
Da die Katzenleukose immer zu verfrühtem Tod führt, ist eine Impfung für
Freigänger sehr zu empfehlen!

Katzenschnupfen

Der Katzenschnupfen wird durch Viren und weitere Erreger verursacht. Seit der Einführung der Impfung ist die Häufigkeit zurückgegangen.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze oder einer gesunden Katze, die Erreger ausscheidet.

Symptome/Verlauf:

Beginnt meist mit Niesen, Nasen- und Augenausfluss (zunächst klar, später schleimig und eitrig). Hinzu kommen Fieber, Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit. Wenn die Nasenlöcher verkleben, atmet die Katze vermehrt durch das Maul, wodurch die Krankheit tiefer gelegene Abschnitte des Atmungstraktes ergreift (z.B. Entzündung der Luftröhre, Bronchien und sogar der Lunge). Husten ist die Folge. Auch Defekte auf Maul- und Zungenschleimhaut können
beobachtet werden.

Wird der Katzenschnupfen zu spät erkannt und behandelt, führt er häufig zu chronischen Zuständen oder zum Tod.

Katzenseuche (Parovirus)

Die Katzenseuche wird durch ein Virus übertragen, welches extrem widerstandsfähig ist und in der Aussenwelt jahrelang überlebt. Seit der Einführung der Impfung ist die Häufigkeit zurückgegangen. Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften oder nicht ausreichend geschützten Katzen jeden Alters.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder indirekt durch Schuhe, Kleidung oder Gegenstände, die für mehrere Katzen benutzt wurden.

Symptome/Verlauf:
Anfänglich treten hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Teilnahmelosigkeit und allgemeine Unlust auf, gefolgt von massivem Erbrechen (Futter, später Schleim und Galle).
Überlebt die Katze dieses akute Stadium, kommt schwerer chronischer Durchfall (blutig, mit Darmschleimhautfetzen) hinzu. Erbrechen und Durchfall führen zu rascher Austrocknung, einem raschen Zerfall und enden nicht selten mit dem Tod.

Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwändig und nicht immer erfolgreich!

Allgemeines

Warum schnurrt die Katze?

Entspannt liegt sie da, blinzelt, fährt die Krallen ein und aus und lässt sich streicheln– eine rundum zufriedene Katze. Sie schnurrt. Das vibrierende Schnurren ist auch am Bauch zu spüren. So wird auch nach der Geburt geschnurrt, wenn die Kätzchen Milch saugen. Und die Mutter schnurrt zurück. Das bedeutet: alles in Ordnung.
Katzen können aber auch schnurren, wenn sie verletzt sind, grosse Schmerzen oder grosse Angst haben. Auch gebärende oder sogar sterbende Katzen schnurren manchmal laut und ausdauernd.
Katzenforscher vermuten ausserdem, dass Schnurren mithilft, Knochenbrüche oder Muskelerkrankungen zu heilen. Sie haben herausgefunden, dass Knochen und Muskeln schneller und besser heilen, wenn sie Vibrationen ausgesetzt sind.

Wie schnurrt die Katze?
Auch die Wissenschaft ist sich darüber noch immer nicht einig. Klar ist nur, dass es vibrierende Atemluft ist, die wir als Schnurren wahrnehmen. Es gibt verschiedene Erklärungen dafür:
– Die Muskeln des Kehlkopfs und des Zwerchfells zucken ganz schnell und lassen die Atemluft vibrieren. Die Atemluft reibt sich am Zungenbein. Das Zungenbein ist ein kleiner Knochen unterhalb der Zunge, der mit Muskeln und Bändern am Skelett aufgehängt ist.
Oder es sind die „falschen“ Stimmbänder der Katze: Zwei Hautfalten hinter den richtigen Stimmbändern, die ihren Atem vibrieren lassen.

Quelle: Coopzeitung

Sensibilisierung von Katzen auf Gefahrenquellen

Achtung Gefahr: Katzen und Strassenverkehr

Falls in der Umgebung ihrer Wohnung für ihre Katze(n) harmlose und
gefährliche Zonen nebeneinander vorkommen (Feld versus befahrene Strasse), können sie etwas dazu beitragen, dass ihre Katze(n) häufiger den „guten“ Weg zum Feld wählt und seltener den gefährlichen (zur Strasse).
Vorgehen: Sie setzen die Katze in ein Körbchen mit guter Sichtmöglichkeit nach aussen. Dann decken sie den Korb mit Tüchern so zu, dass es drinnen möglichst dunkel wird. Anschliessend setzen sie den Korb an den Rand der befahrenen Strasse, vorzugsweise in einer Zeit, wo möglichst viel oder laute Autos vorbeifahren. Für kurze Zeit heben sie die Tücher, so dass sich ihre Katze genau orientieren kann wo sie sich befindet. Anschliessend decken sie den Korb wieder ab und laufen einige Meter rückwärts (in Richtung Türe / Katzentüre). Dort setzen sie den Korb erneut ab und wiederholen das Prozedere (damit
sich ihre Katze wieder orientieren kann). Diesen Vorgang wiederholen sie fünf bis zehn Mal (je nach Wegstrecke), bis sie zuhause beim (Katzen-) Ausgang den letzten Halt einlegen. Diese „Therapie“ sollten sie, je nach Katze, zwei -, drei Mal oder häufiger wiederholen – solange bis sie merken, dass eine Reaktion erfolgt im Sinne eines Vermeidens des Weges, den ihre Katze rückwärts als Film gespeichert hat (hoffentlich jetzt als negativ oder gefährlich).

Tödliche Falle Kippfenster

Wer kennt es nicht: Ein gemütlicher Sommertag neigt sich dem Ende zu. Um die Wohnung etwas zu kühlen werden die Fenster geöffnet und es dringt etwas kühle Luft ins Wohnzimmer.
Kein Problem wenn die Fenster normal geöffnet werden. Aber Vorsicht bei
Kippfenstern!!!
Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen mit Katzen. Unsere lieben
Stubentiger wissen nicht, dass die vermeintlich harmlos aufgekippten Fenster keine Ausganspforte ins Freie sind.
Durch die schmaler werdende Form des Fensters, können die Tiere eingeklemmt werden. Auf Grund hilfloser Versuche sich loszureissen, rutschen die Katzen immer mehr in den Spalt hinein.
Die Folgen solcher Unfälle können von Lähmungen der Hinterhand durch
abquetschen der Blutgefässe und Nervenbahnen bis hin zum Tod führen.
Achten Sie darauf, dass Fenster nie in Kippfensterstellung ohne Aufsicht aufgemacht werden!!!
Oder besorgen Sie sich im Fachhandel ein Schutzgitter für das Fenster, damit Ihre Katze noch ein langes unbeschwertes Leben führen kann .

Unsauberkeitsprobleme bei Katzen, Harnmarkieren

Unsauberkeitsprobleme bei Katzen wie Harnabsatz an ungeeigneten Stellen sind häufig Probleme verschiedenen Ursprungs.
Katzen markieren ihr Territorium durch das Hinterlassen von Pheromonspuren. Dies geschieht auf unterschiedliche Weisen: Gesichtsmarkieren, Kratzmarkieren und Harnmarkieren. Obgleich es sich beim Harnmarkieren um ein normales Verhalten handelt, wird es von Besitzern in der Wohnung ungern gesehen bzw. toleriert. Man strebt eine möglichst schnelle Lösung des Problems an, und oft ist es dann genau diese Ungeduld, die häufig dazu führt, dass das Problem zu einer psychischen Erkrankung fortschreitet.
Das Harnmarkieren dient als Pheromonsignal gegen fremde Katzen. Es wird durch eine typische Körperhaltung zusätzlich betont: der Rücken ist aufgekrümmt, die Hinterhand aufgerichtet und der Schwanz steht aufrecht und zittert. Es werden nur kleine Mengen Harn an eine senkrechte Fläche abgesetzt. Hauptaufgabe dieser Markierung ist das Verhindern des Eindringens fremder Katzen in das eigene Territorium.
Erfüllt die Markierung ihren Zweck auf wirksame Weise, wird die Katze keine
Notwendigkeit sehen, das Markieren fortzusetzen und wird von alleine aufhören.
Betritt ein Eindringling jedoch auch weiterhin das beanspruchte Areal, wird die Katze häufiger und an immer mehr Stellen markieren. Der Besitzer reagiert verärgert und beginnt die Katze streng zu überwachen, entweder um weitere Verunreinigungen zu verhindern oder um zu versuchen die Katze auf frischer Tat zu ertappen. Diese visuelle Überwachung wird von der Katze als Bedrohung empfunden, was das Gefühl der Unsicherheit verstärkt und die Wahrscheinlichkeit des Markierens zusätzlich erhöht. Deshalb sollten die markierten Stellen auch nicht in Anwesenheit der Katze gesäubert werden. All diese Verhaltensweisen führen nämlich unmittelbar zu Stress für die Katze!

Weitere Ursachen für Harnmarkieren können sein:
– Umzug / Umstellen der Wohnung / neue Möbel
– Familiäre Probleme: Partnerwechsel / erstes Baby / Auszug der Kinder /
weniger Zeit durch neue Arbeit
– Zu wenig Katzentoiletten oder am falschen Ort / gedeckte Toiletten
– Zuviele Katzen im Haushalt
– Falsche/neue Katzenstreu
– Unterbeschäftigung bei Wohnungskatzen

Trotzdem sollten solche Katzen immer dem Tierarzt vorgestellt werden, damit auch krankhafte Prozesse in den unteren Harnwegen (Blasenentzündung)
ausgeschlossen werden können.
Falls nichts dergleichen vorliegt, kann allenfalls ein Versuch mit physiologischen Präparaten gestartet werden. Gut bewährt haben sich Pheromonstecker, spezifisch auf die Katze abgestimmte Bachblütenmischungen oder beruhigende Produkte aus Bestandteilen der Muttermilch.
Für unverbindliche Auskünfte und Termine für Bachblüten-Beratung bei Sandra Dietrich steht Ihnen das Praxisteam gerne zu Verfügung.

Impfungen Katze

Felines Immunschwäche-Virus (FIC)

Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen.

Übertragung:
Wird hauptsächlich durch Bissverletzungen (z.B. Revierkämpfen, während des Paarungsaktes) übertragen.

Symptome/Verlauf:
Das Abwehrsystem wird geschwächt. Häufige Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, schlecht heilende Wunden, Fieber, vergrösserte Lymphknoten und Durchfall.
Die Infektion führt immer zu einem früheren Tod. Es sind vor allem ältere, nicht kastrierte Kater mit Freilauf betroffen.

Gegenwärtig steht gegen die FIV-Infektion kein Impfstoff zur Verfügung.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Die Feline Infektiöse Peritonitis (ansteckende Bauchfellentzündung der Katze) ist eine immer tödlich verlaufende Virusinfektion der Katze.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze oder indirekt über Gegenstände (Katzentoilette, Bürsten etc.). Da das Virus in der Umgebung sehr widerstandsfähig ist, empfiehlt es sich, 4-6 Monate zu warten bis man eine neue Katze anschafft.

Symptome/Verlauf:
Beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Kann durch Stress ausgelöst werden.
Es gibt zwei Verlaufsformen:
– Feuchte FIP: Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle, Brusthöhle oder dem Herzbeutel
– Trockene FIP: Erkrankungen der  inneren Organe mit unterschiedlichen
Krankheitssymptomen, schwer diagnostizierbar

Wir empfehlen diese Impfung bei Rassekatzen, Ausstellungskatzen und in
Haushalten mit vielen Tieren. Ist in einem Haushalt schon einmal FIP aufgetreten, sollten neue/zusätzliche Katzen geimpft sein. Die Impfung kann ab der 16. Lebenswoche gemacht werden.

Katzenleukose

Die Katzenleukose ist eine der häufigsten infektiösen Todesursachen der Katze. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit dem Immunschwäche-Virus der Katze (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Virus ist nicht sehr resistent und stirbt in der Aussenwelt sofort ab.
Das Leukose-Virus befällt ausschliesslich Katzen!

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze. Infizierte Tiere ohne Symptome scheiden das Virus ständig mit dem Speichel aus und spielen eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Katzenleukose. Infizierte Muttertiere können die Leukose während der Trächtigkeit und über die Milch auf die Welpen übertragen.

Symptome/Verlauf:
Katzenleukose führt zu einer Schwächung des Abwehrsystems und zu Krebserkrankungen. Durch die Abwehrschwäche wird die Katze sehr anfällig für sonst harmlose Erreger, welche sämtliche Organe angreifen können und nur sehr schwierig zu behandeln sind. Selbst einfache Verletzungen brauchen lange Zeit, um zu verheilen.
Da die Katzenleukose immer zu verfrühtem Tod führt, ist eine Impfung für
Freigänger sehr zu empfehlen!

Katzenschnupfen

Der Katzenschnupfen wird durch Viren und weitere Erreger verursacht. Seit der Einführung der Impfung ist die Häufigkeit zurückgegangen.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer kranken Katze oder einer gesunden Katze, die Erreger ausscheidet.

Symptome/Verlauf:

Beginnt meist mit Niesen, Nasen- und Augenausfluss (zunächst klar, später schleimig und eitrig). Hinzu kommen Fieber, Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit. Wenn die Nasenlöcher verkleben, atmet die Katze vermehrt durch das Maul, wodurch die Krankheit tiefer gelegene Abschnitte des Atmungstraktes ergreift (z.B. Entzündung der Luftröhre, Bronchien und sogar der Lunge). Husten ist die Folge. Auch Defekte auf Maul- und Zungenschleimhaut können
beobachtet werden.

Wird der Katzenschnupfen zu spät erkannt und behandelt, führt er häufig zu chronischen Zuständen oder zum Tod.

Katzenseuche (Parovirus)

Die Katzenseuche wird durch ein Virus übertragen, welches extrem widerstandsfähig ist und in der Aussenwelt jahrelang überlebt. Seit der Einführung der Impfung ist die Häufigkeit zurückgegangen. Ausbrüche beobachtet man heute bei ungeimpften oder nicht ausreichend geschützten Katzen jeden Alters.

Übertragung:
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder indirekt durch Schuhe, Kleidung oder Gegenstände, die für mehrere Katzen benutzt wurden.

Symptome/Verlauf:
Anfänglich treten hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Teilnahmelosigkeit und allgemeine Unlust auf, gefolgt von massivem Erbrechen (Futter, später Schleim und Galle).
Überlebt die Katze dieses akute Stadium, kommt schwerer chronischer Durchfall (blutig, mit Darmschleimhautfetzen) hinzu. Erbrechen und Durchfall führen zu rascher Austrocknung, einem raschen Zerfall und enden nicht selten mit dem Tod.

Die Behandlung der Katzenseuche ist aufwändig und nicht immer erfolgreich!